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Kooperation

Mehrere Träger von Beschäftigungs- und Qualifizierungshilfen haben sich im Landkreis Biberach seit dem Jahr 2000 zu einem regionalen Netzwerk mit dem Namen „Beschäftigungs- und Qualifizierungsverbund Biberach (BQVB)“ zusammengeschlossen. Dieses Netzwerk hat seither jährlich einen gemeinsamen Projektantrag gestellt. Ein wesentliches Merkmal besteht in der zentralen Projektkoordination durch das Kolping-Bildungswerk Württemberg e.V.
Ziel des Gemeinschaftsprojektes war und ist es, ein möglichst differenziertes und flächendeckendes Angebot an Orientierungs-, Qualifi zierungs- und Beschäftigungshilfen zu schaffen und miteinander zu vernetzen. Dabei konnten in den vergangenen Jahren durch die Zusammenarbeit im Netzwerk und mit Partnern wie dem Landkreis, der Arbeitsverwaltung, der Wirtschaft, Schulen etc. erhebliche Erfolge bei der persönlichen Stabilisierung und berufl ichen Eingliederung benachteiligter Personen erzielt werden.
Neben der erfolgreichen Qualifizierung und Vermittlung von Benachteiligten in den ersten Arbeitsmarkt werden auch Hilfen zum Erhalt der eschäftigungsfähigkeit für solche Personen angeboten, die nicht unmittelbar in den allgemeinen Arbeitsmarkt vermittelt werden können.
Bei den Projektteilnehmenden handelte es sich um BezieherInnen von Arbeitslosengeld II (Hartz IV), Langzeitarbeitslosen und MigrantInnen mit sehr unterschiedlichen schulischen und beruflichen Voraussetzungen. Unter Berücksichtigung der Interessen und Kenntnisse, körperlicher Defizite und Wünsche der
Teilnehmenden wurde versucht, in den gemeinsamen Bewerbungsgesprächen (FallmanagerIn des Landratsamtes, MitarbeiterIn der wohnungslosenhilfe biberach e.V. und Teilnehmenden) geeignete Tätigkeiten zu finden. Beim Projekteintritt wird die persönliche Situation der Personen in Einzelgesprächen erfasst (z.B. prekäre Wohnsituation, Schulden, familiäre Probleme). Die erhobenen Daten und Nachweise der Teilnehmenden werden in Personalakten geführt. In weiteren Beratungsgesprächen werde nach Lösungsmöglichkeiten gesucht und Ziele in einem Hilfeplan definiert. Bei Bedarf wird an weitere Fachdienste verwiesen (Schuldnerberatung, Suchtberatung, Ärzte…). Die Hilfepläne werden in regelmäßigen Abständen überprüft und falls erforderlich angepasst. Das Erreichen der im Hilfeplan definierten Ziele erfordert eine andauernde Beziehungsarbeit sowie eine kontinuierliche Begleitung der Projekteilnehmenden. Vierwöchentlich finden Teamgespräche zwischen den Arbeitsanleitern und Projektteilnehmenden statt. Die Teilnehmenden erhalten bei Bedarf ein Training in so genannten Arbeitstugenden wie Pünktlichkeit, Befolgen von Arbeitsanweisungen, Einhaltung des Alkoholverbots am Arbeitsplatz und der Sicherheitsbestimmungen, Einhaltung von Pausenzeiten.
Am Ende der Maßnahme findet ein Abschlussgespräch statt, darüber hinaus erhält jeder Teilnehmende eine Teilnahmebescheinigung oder auf Wunsch ein ausführliches Arbeitszeugnis.

 

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