Springe zum Inhalt

TABULA

tabula

Das Projekt „TABULA“ ist ein Beratungs- und Clearingangebot für junge Menschen unter 25 Jahren. Zielgruppe des Projekts sind chancengeminderte und zum Teil marginalisierte Jugendliche mit erheblichem Förderbedarf, die von den Regelsystemen der Schule, der Jugendhilfe, der Jugendberufshilfe und der Arbeitsverwaltung nicht oder nicht mehr erreicht werden. Das Projekt richtet sich insbesondere an junge Menschen, die nach einem Abbruch keine unmittelbare Anschlussperspektive haben und die ohne Hilfestellung in eine Abwärtsspirale zu geraten drohen, an deren Ende dauerhafte soziale Ausgrenzung steht. Zur Sicherstellung gleicher Teilhabechancen ist der Zugang für junge Frauen und Männer ebenso offen wie für Migrant*innen und Menschen mit Behinderungen.

Die Probleme, vor denen die jungen Menschen bei ihrem ersten Kontakt mit den Sozialpädagog*innen der wohnungslosenhilfe biberach e.V.  stehen, sind:

  • Wie kann das Einkommen gesichert werden?
  • Wo können sie wohnen?
  • Welche schulischen/beruflichen Perspektiven gibt es?

 

Das Projekt „TABULA“ hat zum Ziel:

  • Aktivierung und Stabilisierung der sozialen und wirtschaftlichen Lebensverhältnisse
  • Gesundheitliche Stabilisierung
  • Stärkung der Persönlichkeit durch Hilfe bei der Entwicklung von Selbstbewusstsein, Eigenverantwortung und Selbständigkeit
  • Entwicklung sozialer Kompetenzen
  • Erweiterung des Berufswahlspektrums beider Geschlechter
  • Entwicklung einer positiven, realistischen Zukunftsperspektive für Ausbildung und Beruf (Nachhaltigkeit)
  • Gezielte Förderung und Integration von Jugendlichen mit Migrationshintergrund
  • (Wieder-)Eingliederung der Jugendlichen in schulische oder berufliche Regelangebote oder in eine berufliche Tätigkeit
  • Erwerb von Schlüsselqualifikationen
  • Abbau von Sprachdefiziten
  • Sensibilisierung der Teilnehmenden für die Schonung der Ressourcen

 

Sozialpädagogische Betreuung

Den Teilnehmenden wird ein individuelles sozialpädagogisches Beratungs- und Betreuungsangebot unterbreitet. Das Beratungsangebot ist niederschwellig und damit der problembehafteten und schwer erreichbaren Zielgruppe angepasst.

Das individuelle sozialpädagogische Beratungs- und Betreuungsangebot umfasst folgende Leistungen:

  • Klärung der individuellen Lebenssituation
  • Klärung von persönlichen Lebenszielen und beruflichen Vorstellungen
  • Aktivierung und Motivierung
  • Aufsuchende Formen der Sozialarbeit
  • Beschreibung des individuell notwendigen Hilfebedarfes in einem Hilfeplan.
  • Vermittlung und Begleitung in weiterführende, individuelle Hilfeangebote (Schuldner- und Suchtberatung etc.)
  • Hilfe bei aktuellen Problemlagen in der Familie und im sozialen Umfeld
  • Kontinuierliche Überprüfung der Ziele hinsichtlich ihrer Realisierbarkeit und ggf. Revision (Klärung von Bildungs-Voraussetzungen, Motivation etc.)
  • Planung der jeweils nächsten Schritte und Begleitung bei der Umsetzung (z.B. Absolvierung eines Praktikums, Nachholen eines Schulabschlusses)
  • Hilfe bei der Vorbereitung und Zusammenstellung von Bewerbungsunterlagen
  • Vermittlung in Praktika, zur Erlangung von Schlüsselkompetenzen und Arbeitstugenden
  • Vermittlung in berufliche Vorbereitungsmaßnahmen, Ausbildung oder Jobs in enger Zusammenarbeit mit der Berufsberatung der Agentur, zuständigem Fallmanagement und Jugendberufshelfer. Dabei wird geschlechtertypischem Berufswahlverhalten entgegengewirkt
  • Freizeitpädagogische Maßnahmen
  • Nachgehende Betreuung und Begleitung der Teilnehmenden nach Vermittlung zur Stabilisierung der individuellen Integration

 

Bei Bedarf werden die Teilnehmenden, innerhalb des Projektes „TABULA“ in das „Intensiv Ambulant Betreute Wohnen U 25“ aufgenommen.

 

 

tabula-prospektTabula Flyer downloaden

Der Europäische Sozialfonds (ESF)

Mit den Geldern des Strukturfonds ESF Ziel 2 werden Projekte unterstützt, die die Beschäftigungsfähigkeit der Menschen entwickeln oder wiederherstellen. Gefördert werden Bildung, Ausbildung und Beschäftigung. Ein Grundprinzip des ESF ist es, Chancengleichheit für Frauen und Männer in allen Bereichen anzustreben. Grundsätzlich können alle Arten von Maßnahmen gefördert werden, die zur Eingliederung in den Arbeitsmarkt beitragen und positive Auswirkungen auf die Beschäftigung und die Verringerung bzw. Vermeidung von Arbeitslosigkeit haben. Die Finanzierung setzt sich aus privaten und öffentlichen Mitteln und dem Zuschuss aus dem ESF zusammen.